Tuesday, March 31, 2009

…urlaubsreif

….ohjee, jetzt bin ich aber ganz schön in Verzug geraten, naja brauch mich ja auch nicht zu wundern, wenn ich auf meine letzten Wochen zurück blicke, denn da ist so einiges passiert und ehrlich gesagt hat mir einbisschen die Zeit und Motivation gefehlt.
Erfreulich war in den letzten Wochen, dass Johanna (porfessionelle Creatief Therapeutin) in Tegucigalpa angekommen ist und wir von nun an gemeinsam den therapeutischen Teil Arte Accions vertreten. Momentan wohnen wir sogar noch zusammen, was sich sehr gut vereinbaren lässt und wir praktisch jede freie Minute über neue Möglichkeiten und Pläne der Gestalung unseres Aufgabenfeldes diskutieren. Ich muss schon sagen, dass meine Arbeit jetzt noch mal eine ganz andere Seite bekommen hat. So konnte ich doch mal wieder feststellen, dass zwei Köpfe einfach mehr denken können als nur einer alleine! ;-)
Inzwischen hatten wir auch eine Teamsitzung mit der Leitung in der wir unsere folgenden Schritte besprochen haben, so planen wir unter anderem verschiedene Themenkamps zu machen um die verschieden Problemfelder in der Arbeit mit den Jugendlichen besprechbar zu machen.


nonverbale Begegnung - Johanna und ich

Inzwischen habe ich auch schon zwei Evaluationen (Abrundung eines therapeutischen Prozesses) gemacht und die nächsten zwei stehen mir diese Woche noch bevor, was mich doch mit eigenen Augen sehen lässt, dass die Arbeit, die ich mache wirklich Früchte trägt. Nicht nur die Clienten sonder ich selbst kann sehen, welche Veränderung sie innerhalb der vergangen Monate durchlebt haben und wie sehr sie an sich gearbeitet haben zu alle dem noch einen Bericht über diesen Ablauf zu schreiben(auf spanisch) zeigt auch mir selbst, wie sehr ich mich doch verändert habe!
Mit Johanna wird eine neue Ära beginnen - Mitte April wollen wir mit Gruppentherapie beginne, ich bin schon ganz gespannt, wie das sein wird, ob wir unsere vielen Ideen und Wünsche verwirklichen können! Um mich dieser Arbeit zu widmen werde ich langsam mit der individuellen Therapie abschliessen um mich auch auf das Ende meines Praktikums (was nur noch zwei Monate dauert) vorzubereiten.
Wie oft es mit solchen Dingen ist, sieht man das Nahen eines Endes mit einem lachenden und weinendem Auge kommen!
Dennoch besteht mir ein grosses Projekt bevor - ich darf mit Stolz verkünden, dass mein Papa auf seinen Geburtstag eine Spendenaktion gestartet hat, deren Resultat stolze 350 Euro sind, die ich für den Aufbau einer Holz- und Steinwerkstatt gebrauchen werde! Natürlich lass ich euch alles wissen, sobald ich mit der Arbeit beginnen kann, ich werde euch kein Detail vorenthalten!
Hier will ich auch noch mal allen DANKEN, die so großzügug gespendet haben! Nicht nur ich, sondern auch Arte Accion hat sich sehr über diese finanzielle Unterstützung gefreut (da wären benahe ein paar Tränen gekullert;-)) Also DANKE DANKE DANKE!!!

Die Wochenenden hier in Tegucigalpa fangen an sich zu gleichen, weshalb ich doch ab und zu auf der Suche nach etwas Neuem bin. So habe ich diese Wochenende endlich mal dem Rancho(“Nuestros pequenos hermanos - Kinderheim, mit ca. 500 Kindern) einen Besuch abgestattet. Nach den vielen Berichten von meinen Freunden, die dort als Volontäre arbeiten, hat mich die Neugirigkeit nicht in Ruhe gelassen. Diese wurde dann letzten Freitag endlich gestillt und ich bin wirklich positiv überrascht von diesem Ort zwischen Pinienwäldern oben in den Bergen von Tegucigalpa.

Ansonsten habe ich meine Zeit damit vertrieben wieder einmal für Manu Klamotten zu verkaufen, wobei ich mit Carla und Johanna ein unschlagbares Team geformt habe, dass wir nur ein Oberteil verkauft haben, will ich hier nur am Rande erwähnen! ;-)


die Ver-/käuferathmosphäre

Die nächsten Tage sind gezählt! Mit Lis und Johanna besteht mir eine Evaluation der letzten Monate bevor, wobei es um meinen Erfolg oder Miservolg der letzten Halbzeit meines Praktikums gehen wird. Den Rest der Zeite verbringe ich damit meine letzten Worte zuschreiben und auch den ganzen Unikram hinter mir zu lassen um mich dann voll und ganz auf UTILA und FERIEN einschwingen zu können!!!

Posted by mary at 00:39:44 | Permalink | Comments (1) »

Wednesday, March 11, 2009

der countdown countet

Die zeit rinnt mir durch die Finger, die Wochen verstreichen, die Tage vergehen, die Stunden rennen davon.
Ich weiss wirklich nicht, wo meine Zeit bleibt, plötzlich scheint alles schon dem Ende nahe, dabei bleiben mir noch 3 Monate in Honduras und zwei Monate Reisen - trotzdem, bei alledem, was ich so gerne noch machen möchte, scheint mir die Zeit nicht aus zureichen - das bedeutet, sich auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren. So zum Beispiel meine Arbeit in Arte Accion, die jetzt neue Formen annehmen wird. Am letzten Freitag ist Johanna von Ecuador angereist gekommen!!!

Zancero in Bewegung bei Nacht

Übers Wochenende(Sa+So), war ich noch mit Arte Accion im Süden des Landes (Langue Valle) um eine Arte “Begrüssungsfestival” zu machen für ein neues Projekt, das dort aufgebaut werden soll.

Langue um 6.30 Morgens


Die Hitze, die uns dort erwartet, hat mich beinahe erschlagen. Eine Fahrt von drei Stunden und man findet sich in der Wüste Africas wieder. Über den Tag war es so heiss, dass wir uns nur von einem Ventilator-Luft-aufgewirbeltem Fleck zum nächsten geschleppt haben. Deshalb startete das Festival auch erst am Abend um den Zanceros(Stelzenläufern) und den Schauspielern, das ganze leichter zu machen, wodurch sich allerdings auch die Möglichkeit bot mit Feuerpois (Bälle, die an Seilen/Metallketten befestigt sind und von den Händen kreisförmig durch die Luft geschwungen werden) aufzutreten, was natürliche Eindrücke hinterließ.

Insgesamt war es ein sehr schönes Festival, was wir am nächsten Tag mit einem Ausflug ans Meer abrunden konnten (was etwas sehr Besonderes für die Jugendlichen ist, das sie nicht oft diese Möglichkeit bekommen). So haben wir den Vormittag am Meer verbracht

Wilber beim Bepacken von “Tomasito” (dem Bus)

Auf der Fahrt zum Meer

…das Meer

…der Strand…


und sind Abends nach Tegucigalpa zurück gekehrt, wo mich dann ein Konzert und Johanna erwartet haben.

Café Tacuba, eine mexicanische Rockband, die ihre Musik mit den populären mexikanischen Klängen vermischt, in Honduras sehr berühmt. Es war ein besonderes Erlebnis hier in Honduras auf ein Konzert dieser Art zu gehen. Obwohl es eigentlich etwas Besonderes ist und man sich ein riesen Konzert vorstellt, war es im Grossen und Ganzen doch eher eine “nette” Athmosphäre, was es den Leuten aber wiederum ermöglicht hat, ausgelassen zu tanzen und zu feiern(was ich übrigens sehr genossen habe! ;-)).
Zurück vom Konzert, hat mich die liebe Johanna zu Hause erwartet. Bis in die Nacht haben wir noch gequatscht und schon die ersten Informationen über Arbeit und Creatieve Therapie ausgetauscht!
Am Monatg war dann Johannas erster Tag in Arte Accion und meine erste Evaluation mit einem Clienten. Ganz schön aufregen kann ich euch sagen, diese neuen Schritte zu gehen!
Ich bin stolz und froh, dass ich sagen kann mit einem Clienten schon einen Teil seines Prozesses abgeschlossen zu haben und nun mit ihm neue Wege zu gehen. Nicht nur für die Clienten sind diese Schritte wichtig sondern auch für mich um mir wirklich bewusst zu machen, was ich tatsächlich schon erreicht habe in den vergangen en Monaten. Das, in einem Document, Schwarz auf Weiß zu sehen, erfüllt mich mit Stolz. Vorallem, weil ich jetzt endlich Johanna zeigen kann, wo ich mich mit den verschiedenen Jugendlichen gerade befinde und unsere Ideen für Ort, Art und From der Creatieven Therapie heran wachsen.
Ich bin ganz euphorisch, was die kommende Zeit betrifft. Ich habe das Gefühl, dass meine Arbeit und mein Lernen noch einmal ganz andere Formen annimmt und ich mich noch einmal ganz anders mit verschiedenen Themen auseinander setzten kann.

Meine letzten Wochen waren bestimmt vom vielen Arbeiten, Verabschieden und Erleben von neuen Seiten Honduras. Wie schon gesagt, bin ich mittlerweile soweit, dass ich mit einigen Clienten einen Teil ihres Prozesses abschliessen kann, was auch neue Erfahrungen in sich birgt. Ich merke hierdurch, wie viel ich über den therapeutischen Prozes gelernt habe, welche Formen er annehmen kann und wie sich die verschiedenen Fasen tatsächlich anfühlen.

Die Zeit hat nicht nur innerhalb meiner Arbeit eine Rolle gespielt, auch von Freunden habe ich mich mittlerweile schon verabschiedet, die wieder zurück nach Deutschland gehn oder in andere Länder,

Desperdida de Finn


da bleibt es nicht aus, dass man sich mit der eigenen Zeit beschäftigt und schwubs hab ich gemerkt, dass die am Anfang nicht verstreichende Zeit aufeinmal davon rennt. Auch wenn alle Münder einem diesen Wandel hervor sagen, ist es doch etwas anderes, das auch bewusst zu erleben. So bin ich doch unglaublich froh alle diese Entscheidungen getroffen zu haben, die Mühe und den teilweise Seelenschmerz auf mich genommen habe um jetzt sagen zu können, dass mir dieses Land und die Leute mit der Zeit ans Herz gewachsen sind und es mir schwer fallen wird dies zu hinterlassen! Aber mir bleibt ja alle Zeit der Welt um hierher zurück zukehren!;-)

Honduras von einer Seite, die ich nicht erahnt hätte: ich war auf einer elektro Party!!! Ich weiss nicht wieso, aber irgendwie erscheint mir das immer noch wie eine verkehrte Welt, wenn ich mich auf solchen Festitäten befinde. (vielleicht aus dem Grund, weil ich doch ein Frankfurtermädel bin???).
Naja, jedenfalls war dies einAuftritt einer DJ-Frau aus Tschechien - nicht schlecht Herr Specht!! Was soll ich sagen, die Frau weiss, wos lang geht! Besonders schön war dieses Erlebnis, weil ich mit Manu(mein Nachbar) und Carla(einer Freundin) die aus Thailand importierten Klammoten auf dieser Party verkauft habe. (wie gesagt - importierte Klammotten aus Thailand - eine verkehrte Welt). Carla und ich waren so zu sagen, die Chicas von Manu, hatten seine Klammotten an und haben immer schön nett gelächelt!;-)
Nein, wir hatten wirklich unseren Spass und haben uns mit kleinen Tanzausflügen abgewechselt.

Zur kommenden Zeit kann ich nur eins sagen - ich habe ANGST! …die Hitze kommt, die Landschaft wird ein einziger zertrockneter, bröseliger Kecks sein und die Stadt in einer Smogwolke verschwinden! Aber zum Glück bleiben noch die erfreulichen Dinge des Lebens wie z.B. Mangos, ohne die ich mir ein Frühstück schon gar nicht mehr vorstellen kann!

Posted by mary at 04:04:49 | Permalink | No Comments »