Monday, January 12, 2009

Honduras ist ein schönes Land!



Am Samstag bin ich von einer dreiwöchigen Reise mit meinen Eltern durch Honduras zurück gekehrt!

Ich bin voller neuer Eindrücke von diesem Land und kann gar nicht richtig glauben, dass die Zeit so schnell zu ende ging!

Wie ihr euch bestimmt vorstellen könnt, war allein das Abholen am Flughafen ein spannendes Erlebnis, nach diesen Monaten meine Elter wieder zu sehen und in die Arme zuschliessen - was war ich aufgeregt und hab mich gefreut. Um ihnen das honduranische Leben nicht vor zu enthalten, hatte ich gleich für ihren Ankunftstag eine fiesta geplant. Mit Freunden haben wir zusammen ein leckeres BBQ gemacht, mit Unmengen von Essen. Ich muss sagen, trotz meiner Ängste im Vorhinein, war es ein ganz toller Abend! Die Beiden haben sich wirklich gut geschlagen und mehr vom Spanisch verstanden als ich erwartet hatte!
In den nächsten zwei Tagen haben wir die Stadt und deren Umgebung erkundet, wobei mir nocheinmal lebhaft in Erinnerung gerufen wurde, wie schwierig meine ersten Schritte in diese Welt waren und mit welch einer Selbstverständlichkeit ich mich mittlerweile in diesem Land bewege!

Am Morgen des 24. haben wir uns auf den Weg nach La Ceiba gemacht, eine Stadt, die an der Nordküste des Landes liegt. Auf dem Weg haben wir Luise, eine Freundin von mir, die in Arte Accion Copan arbeitet getroffen. Zu viert haben wir uns dann auf die ersten Pfade unserer gemeinsamen Reise begeben. In Omegatours, am Fluss Cangrejal gelegen, ein wunderschönes Zimmer empfangen, was wir uns für den 24. gegönnt haben. Unseren 1. Weihnachtsfeiertag haben wir damit verbracht eine Wanderung in den Pico Bonito(2. größter Nationalpark) zu machen. Aus einer Wanderung von drei Stunden, wurde durch meinen geprellten Fusszeh und Papas Fotoleidenschaft, dann eine 6stündige Wanderung. Diese hatte sich jedoch dreifach gelohnt, da wir eine wunderschöne Landschaft erkundet haben und unser Weg, begleitet von kleinen Flüssen und Wasserfällen uns zu einem großen Wasserfall geführt hat, der wirklich atemberauben war.

Am nächsten Morgen haben wir uns aufgemacht zu den Dörfern, die an der einzigen befahrbaren Strasse dieses Gebietes liegen. Der Tag wurde durch nette Begegnungen und vielen Eindrücken einer anderen Kultur und Welt geprägt.

Am folgenden Tag trennten sich unsere Wege für zwei Tage, Luise ist bei Adelman(ihrem Freund) geblieben und hat Pico Bonito noch weiter erkundet, während wir uns aufgemacht haben zur Finca el Eden , oder auch Restaurante “Edelweiss”. Dieses kleine bayrische Restaurant befindet sich in der Nähe von La Ceiba,einem kleinen Ort namens Santa Ana. Durch einen Tip der deutschen Besitzerin von Omega Tours, sind wir zu Berti, einem bayrischen Auswanderer und seiner Familie gelangt. Hier haben wir zwei wunderschöne Tage verbracht. Nicht nur der einfache Stiel unseres am Fluss gelegenen Häusschens sondern auch die Herzlichkeit der Familie hatten ihren ganz eigenen Charme. Durch Glück und Zufall hatten wir die Möglichkeit mir Berti, seinen Töchtern und Freunden einen Ausflug zu den Lagunen an der Küste LaCeibas zumachen. Mit einer Lancha(ein kleines motorbetriebenes Boot) sind wir durch die Flüsse bis zum Bocca cerrado (geschlossener Mund)gelangt. Ein besonderer Anblick in dem eine süsswasser Lagune ins Meer mündet. Auf unserer Fahrt dort hin haben wir unzählige Tiere beobachten können und uns ganz von der Natur einnehmen lassen, da war ein leckeres einheimisches Fischgericht, bei unserem Bootsführer nur noch das i-Tüpfelchen!

Am Hafen von LaCeiba sind wir dann wieder auf Luise gestossen. Mit der Fähre ging es dann nach Utila(Bay-Islands). Hier haben wir, wie soll ich sagen einige Höhen und Tiefen durchlebt. Die Höhen waren, dass Luise und ich unseren Tauchkurs absolviert haben und uns jetzt als “Open Water Diver” bezeichnen dürfen.


Ein Ausflug zu den kleineren Inseln, die Utila umgeben, war ganz bestimmt auch ein besonderes Erlebnis! Was ich leider in nicht ganz so guter Erinnerung habe, da ich doch irgendwie etwas falsches gegessen hatte und mich dann das ein oder andere Mal meines Mageninhaltes entleeren musste - und das waren ganz sicher nicht die unliebsamen Überreste der Silvesternacht! ;-)

Mama und Papa hatten auch so ihre frustrierenden Erlebnisse auf Utila, von abspingenden Fahradketten, schlammigen Wegen und ernüchternden Müllbergen an karibischen Ständen bis hin zu Durchfallattacken. Aber im Großen und Ganzen war es dann doch ein Erlebnis für sich.

Unsere Reise hat uns dann weiter nach Tela geührt, ebenfalls an der Nordküste gelegen. Mittlerweile geübt im Umgang und Lesen von Reiseführern haben wir auch gleich ein wunderschönes Hotel entdeckt, mit einem atemberaubenden Ausblick auf Stadt, Meer und Berge, was uns dann doch für die Strapazen der letzten Tage entschädigte.

Von Tela aus haben wir einen Ausflug zu den Garifuna-Dörfern gemacht. Garifunas sind Einheimische die von den afrikanischen Sklaven der Spanier abstammen, die sich in Honduras angesiedelt hatten. Mit einem Bus ging es richtung Tornabe, von wo aus wir ein Taxi nehmen mussten um in das kleine Dörfchen Miami zu gelangen, was auf einer Landzunge zwischen Meer und Lagune gelegen ist. Von hieraus haben wir noch einen Ausflug mit einer Lancha duch die Mangrovenwälder gemacht. Wir konnten die Tierwelt sowohl als auch die kleinen Fischerboote kennen lernen. Ein besonderes Erlebnis, wenn man bedenkt, dass es in ein paar Jahren viell nicht mehr möglich sein wird, diese Dörfer auf diese Weise kennen zu lernen, da Tela eine riesen Hotelanlage in direkter Nähe dieser Dörfer bauen will!


botanischer garten a la honduras (BAMBUS)

Unser letztes Reiseziel hieß Copan, wo ich auch meine ersten drei Wochen in Honduras verbracht habe, dass wollte ich meinen Eltern natürlich nicht vorenthalten und da dies sowieso Luises Domiziel ist, hat sich eins ans andere angeschlossen.
Die Ruinen Copans sind zudem ein sehenswertes Kulturereignis. Von den Maya beeindruckt und dem kleinen schmucken Dorf Copan, haben wir hier unsere letzten drei Tage verbracht und mit einem Ausflug in den Vogelpark und einer Wanderung an einen wunderschönen Wasserfall abgeschlossen.
Der Abschied von Luise und das Ende der Reise ist uns allen nicht leicht gefallen, da wir doch in den letzten Wochen eine schöne Zeit miteinander verdrachte hatten und uns alle sehr nahe gekommen sind!
Um so schöner ist es zuwissen, dass wir doch alle irgendwann wieder nach Deutschland zurück kehren, wo ein Wiedersehn garantiert ist!!!
Eine letzte etwas dubiose Nacht hab ich dann noch mit Mama und Papa in San Pedru Sula verbracht, von wo aus sie nach Hause zurück gekehrt sind und ich nach Tegucigalpa, wo mich schon wieder eine fiesta nach der anderen erwartet haben!
Mit vielen lieben Grüssen , eure Marie

Posted by mary at 14:23:03 | Permalink | No Comments »