Costa Rica
Wir haben uns gefunden – oder zusammen ist man weniger allein!!!

So kann man wirklich die vergangen zehn Tage in Costa Rica beschreiben! Allein unser Zusammentreffen auf den verlassenen Strassen San Joses war schon eine riesige Erleichterung. Wie man sich doch freuen kann nach so langer Zeit des „Alleinseins“ endlich wieder jemanden zusehen, den man kennt und auch nett findet(wie es zu dem Zeitpunkt ja noch war ;-))
Vom Busbahnhof in San Jose ging es dann erst mal zu Janas Appartment, wo sie mit ein paar Mädels zusammen wohnt. Keine Frage, dass wir uns erstmal gemütlich eingerichtet haben, mit Bettenzusammenschieben und allem was dazu gehört! Und nach so langer Zeit des Warten(wir hatten nämlich schon seit zwei Wochen Emails geschrieben…) haben wir bis spät in die Nacht gequatsch und uns von den ganzen Erfahrungen berichtet, die wir bis jetzt gemacht hatten – wie gut es tun kann, wenn man auf einen Gleichgesinnten trifft!
Da Montag der 15. September in Costa Rica wie in Honduras ein Festtag ist an dem die „Indipendencia“ des Landes gefeiert wird, hatte Jana glücklicherweise Schulfrei und wir konnten uns den echt zentralamerikanischen Straßenmarsch ansehen! Das war schon was, mit den vielen Trommeln und Leuten auf der Straße, man hatte das Gefühl ganz Costa Rica ist zusammen gekommen um sich auf den Straßen zu präsentier und feiern zulassen – scheee!
Nach der Anstrengung mussten wir ja erst mal was essen – was zu einer unserer Hauptbeschäftigung der folgenden Tage geworden ist! Also haben wir auf dem Markt frisches Obst und Gemüse gekauft und da ich ja in Copan ein bisschen gelernt habe, wie man Tortillas macht – haben wir nicht lange gezögert und uns die Tortillas mit Gemüsepfanne richtig gut schmecken lassen!
In den folgenden Tagen haben einen Rhythmus entwickelt, wie bei einem alten Ehepaar – aber so herrlich entspannend!
Morgens frühstücken mit Müsli, Bananen und Tee, dann ein kurzer Anruf bei oder von der Familie und ein wenig getrennte Zeit, während Jana in der Schule war und ich „Zuhause“.
Gegen zwölf hab ich mich dann immer auf den Weg gemacht um Jana von der Schule abzuholen wonach wir dann wieder mal Hunger hatten und uns entweder Pfannkuchen selbst gemacht haben oder in unserer Stammbäckerei ein mit Hähnchen gefülltes Blätterteigstückchen und eine Zimtschnecke geholte haben um es uns anschließend im Park schmecken zulassen. Am Nachmittag haben wir dann immer verschiedene Aktivitäten unternommen und meistens waren wir abends um halb neun schon so müde, dass wir uns ins Bett haben fallen lassen! Die Uhr tickt hier eben doch anders!;-)

Das Wochenende haben wir in Puerto Viejo verbracht – ein Hippi-Dorf an der Karibikküste….ich sag es ja ungern – aber ihr dürft neidisch sein!!

Es war wirklich wirklich schön (wenn man von der Busfahrt absieht, die schon morgens um sechs los ging…). Aber endlich angekommen in Puerto Viejo hat uns gleich die ruhige und gemütliche Atmosphäre eingenommen und unser Spaziergang am Stand hat uns mit direktem Wege zu einem niedlichen Strandlokal geführt in dem ein ganzer Haufen von gechillten Rastatypen war. Da muss man sich schon zusammenreißen nicht mit offenem Mund überall hin zustarren! Das Frühstück hat auch mal wieder vorzüglich geschmeckt!!!
Bei der Wahl unseres Hotels haben wir auch nicht lange gezögert ein absolutes Traumzimmer, mit heißem Wasser, Hängematten und Mosaiken soweit das Auge reicht – was will man mehr???

Am selben Tag haben wir noch eine Kakaotour gemacht, die wir wohl auch nicht so schnell vergessen werden – wann macht man denn schon mal selbst Schokolade??? Naja, jedenfalls hatten wir uns zum Glück entschlossen einen „gia“ zu buchen, sonst hätten wir mit Sicherheit nicht die ganzen Heilpflanzen kennen gelernt und ausgekostet und auch die Faultiere in den Bäumen nicht gesehen….


Der Abend hat den Tag perfekt gemacht, wir sind in ein süsses Hostel gegangen in dem im oberen Stockwerk eine Bar war und wie geplant stand auf einmal wieder unser gia vor uns! Der wollte einfach nicht aufhören, für uns den Fremdenführer zuspielen!

Am Sonntag morgen haben wir eine Canopytour gemacht, das bedeutet, dass man mit Hilfe von Drahtseilen durch den Regenwald „färht“. Ich muss sagen, bei dem ersten Anblick, was uns da erwartet hab ich mir schon ein bissl in die Hose geschissen – man war das hoch – und weit. Ich meine verstanden zu haben, dass wir in bis zu
80 m Höhe gestanden/geschwebt sind!!! Aber es ist ja ein Glück, dass man durch das ganze Grün nicht so sehr die Möglichkeit hat zusehen, was unter einem ist. Tja die Jana und ich hatten auch mal wieder das Glück zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, wir hatten nämlich unsere zwei gias für uns ganz alleine und mussten auch nirgends warten, bis es endlich weiter geht – so sind wir einfach durch den Regenwald geschwebt. Ein kritischer Punkt war allerdings der Tarzansprung – den uns einer von unseren gias vor gemacht hat – ihn hat es schon ein bisschen in die Tiefe gerissen!! Aber wir sind ja keine Angsthasen!! Am Ende ist es dann auch doch schneller um, als man denkt – tut auch nicht weh!

Klaro, dass wir uns nach dieser Anstrengung noch mal stärken mussten – was haben der Bagel und die Waffeln gut geschmeckt!!!!

Zurück in Heredia haben wir uns einfach nur noch ins Bett fallen lassen – was hab ich gut geschlafen!
Dazu muss natürlich noch erwähnen, warum wir so herrlich gut geschlafen haben - wir Trullas haben nämlich angefangen uns gegenseitig Horrogeschiechten zu erzählen - mit der Wirkung, dass wir uns am Ende ein Bett teilen mussten, da wir nämlich Angst hatten, Jana könnte wieder das Schlafwandeln anfangen und am Ende Nachts auf den Strassen Heredias landen und von bösen Menschen überfallen werden….ich weiss….aber so ist das nunmal, wenn man einmal mit so nem Zeug anfängt….
Am Montag sind wir nach San Jose gefahren um mal ein bisschen shoppen zu gehen – ja das dachten wir uns, aber nix da –beinah die gleichen Preise wie in Deutschland…und dann hatten wir uns schon mal dazu entschlossen ein schickes Kleid zukaufen, da waren die Leute in dem Laden so scheisse( `tschuldigung kann man nicht anders sagen) zu uns, dass wir dann doch ohne die Kleider raus gegangen sind! Voller Wut haben wir dann halt den nächsten „Billigladen“ gestürmt und das gleiche Geld für zehn Oberteile ausgegeben – ätschibätsch!
Oohhh jaa ich hab ja dann auch schon bald Geburtstag gehabt!!! Auch wenn ich mich nicht so gut gefühlt hab, durch meine Erkältung – die Jana hat alles wieder wettgemacht.
Draußen auf unserer „Pausenbank“ hat mich um elf Uhr ein kleines Picknick erwartet mit heißem Oragensaft, Äpfelstückchen und unsere selbst gemachte Schoki mit Zimt bepudert und überall Kerzen verteilt… ich war schon ein gerührt!!!
Mein Geschenk war dann ein richtig schöner Brief (in Spanisch!!!!) und ein selbst gemachtes Armband! Freude!!!! Schön wars!!!!
Am nächsten morgen durfte ich dann eure ganzen Glückwünsche entgegen nehmen – vielen Dank an alle, die an mich gedacht haben – ich habe mich über eure Glückwünsche wirklich total gefreut!!!
Und jetzt die ganz grosse Veränderung in meinem Leben – wir haben uns tätowieren lassen!!! Na ja, also so groß ist sie nun auch wieder nicht – viell zwei Zentimeter!? Aber die Entscheidung und der Akt an sich zählen ja! Wirklich, was wir für ein Spektakel daraus gemacht haben und wie stolz wir dann mit unseren „neuen“ Füssen durch die Strassen gelaufen sind – tststs! Hehe

Oh mann, so schnell ist die Woche rum gegangen!! Wirklich, die Zeit wollte einfach nicht stehen bleiben! Ich kann nur sagen, dass ich mich schon megamäßig auf unser nächstes Treffen (wahrscheinlich in Nicaragua) freue und es kaum erwarten kann, die liebe liebe Jana wieder zu sehen! Bin ich froh, dass ich die 20 Stunden Busfahrt auf mich genommen hab!
Dicken Knutsch an meine liebe!!!










